Niko Straub übernimmt den Vorsitz bei der SpVgg Freising

Quelle: Freisinger Tagblatt, Stand: 04.08.2026, 12:00 Uhr, Von: Bernd Heinzinger

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Der 36-Jährige wurde in der außerordentlichen Versammlung zum neuen Vorsitzenden gewählt. Seine Vorgängerin Michaela Hain hatte den Verein zwölf Jahre geleitet.

Die neue Vorstandschaft: (untere Reihe, v. l.) Niko Straub (1. Vorsitzender), Mustafa Durak (Ältestenrat), Christiane Pauli (Kassierin), (mittlere Reihe, v. l.) Michaela Hain (Ältestenrat), Simon Eberhard (Revisor), Eugen Frei (Schriftführer), (hintere Reihe, v. l.) Christopher Bodlak (Jugendleiter) und Günter Niedermeier (Revisor). Ebenfalls zum SpVgg-Vorstandsteam gehören Christian Hennerfeind (2. Vorsitzender) und Michael Pauli (Ältestenrat). © Verein

Freising – Die Ringer der SpVgg Freising haben im zweiten Anlauf einen neuen Vorsitzenden gefunden: In der außerordentlichen Versammlung wurde der 36-jährige Niko Straub einstimmig zum Nachfolger von Michaela Hain gewählt, die den Verein zuvor zwölf Jahre lang geleitet hatte und nicht mehr angetreten war.

Blumiges Dankeschön: Michaela Hain war zwölf Jahre lang Vorsitzende der SpVgg. © Verein

Dass er bei der ordentlichen Versammlung Ende April noch nicht in Erscheinung getreten war, erklärte Niko Straub damit, dass sein Name seinerzeit noch nicht im Gespräch war. „Und ich konnte damals auch nicht persönlich teilnehmen.“ In der Zwischenzeit seien allerdings einige Verantwortliche der SpVgg an ihn herangetreten. „Ich habe dann gesagt, dass ich es mache. Und ich will klarstellen, dass ich das Amt nicht widerwillig übernehme, sondern mit Elan an die Sache herangehe.“ 

Bereits im Alter von neun Jahren war Straub der SpVgg beigetreten. Er war selbst lange Zeit als Ringer aktiv und dabei vornehmlich in der Zweiten Mannschaft im Einsatz. Seit 17 Jahren engagiert er sich außerdem als Kampfrichter. Jetzt ist er Vorsitzender – und Straub möchte mit einer Bestandsaufnahme starten: „Ich will erkennen, wo Baustellen existieren und woran wir arbeiten müssen.“ Eines ist ihm besonders wichtig: Der Verein solle wieder mehr als Einheit auftreten. Einiges sei in der Vergangenheit hinter geschlossenen Türen passiert – dies will Straub anders machen. Gerade wenn es um die Besetzung der Ersten Mannschaft gehe, müssten die Verpflichtungen von externen Sportlern transparenter ablaufen: „Hier ist das ganze Team gefragt, und wir sollten nur einen Auswärtigen holen, wenn es für die Gewichtsklasse keinen adäquaten Ringer in den eigenen Reihen gibt.“ Die Jugendförderung ist Straub ebenfalls extrem wichtig: Ihm schweben beispielsweise Ausflüge, wie es sie früher gab, vor. „Das würde die Gemeinschaft noch ein Stück besser machen.“

Straub betont auch, dass es sicherlich in verschiedenen Bereichen unterschiedliche Meinungen im Verein gebe. Wenn er einmal etwas nicht mittragen könne, wolle er zumindest Erklärungen, warum andere es anders sehen. „Ich versuche, alle Interessen zu vertreten. Miteinander zu reden, ist dabei das Wichtigste.“ Dabei kann er sich zu Beginn auf die Unterstützung von Michaela Hain verlassen: „Dafür bin ich dankbar. Es wäre schließlich vermessen zu sagen, dass ich bereits weiß, wie alles läuft.“